Elke Rintermann. Das Leben lieben. Die Gesundheit pflegen.

Elke Rintermann, Heilpraktikerin in München schreibt Informationen zur modernen & traditionellen Naturheilkunde

Vitamin D, das Sonnenvitamin

Posted on | März 8, 2012 | No Comments

           Ohne Sonne kein Leben auf der Erde.

 Sonnenlicht bringt der Erde die benötigte Wärme,  Pflanzen beziehen Energie für den Stoffwechsel. Die auf diese Weise in den Pflanzen angesammelte Energie ist Basis der Ernährung für Tiere und Menschen.

Heute wird diese segensreiche Sonne aus dem Alltagsleben weitgehend ausgeschlossen. Inzwischen fürchten wir sie, Sonnenstrahlen gelten nicht mehr als Leben bringend, sondern als tödlich, denn sie verursachen Kebs.

Die Sonne wurde in der Antike wie ein Gott verehrt, in der Neuzeit wurden erste Sanatorien für eine Behandlung mit Sonnenlicht eingerichtet. Später gab es Kuren auf dem Land, Kurorte in den Alpen mit dem Motto : zurück zur Natur. Typischer Weise finden sich fast alle Luftkurorte in einer mehr oder minder ausgeprägten Höhenlage, mit automatisch intensiverer Sonneneinstrahlung.

Später wurde leider zum Hauptzweck des Sonnenbadens die Bräunung der Haut eine  Modeerscheinung, mit allen negativen bekannten Auswirkungen auf die Haut.

Dabei wird  die allgemein gültige Warnung von Paracelsus nicht beachtet:   

  „Allein die Dosis macht das Gift“

Nicht die Sonne ist das Problem, sondern der Umgang mit ihr!

Vitamin D wird zusammen mit den Vitaminen A, E und K zu den fettlöslichen Vitaminen gezählt. 

Bis in die 1970er Jahre wurde Vitamin D nahezu ausschließlich mit dem Knochenstoffwechsel in Verbindung gebracht. 

Mittlerweile ist bekannt, dass Vitamin D  hochwirksam für den gesamten Köper ist.

Es ist kein Vitamin, das wir mit der Nahrung zuführen müssen, sondern die Vorstufe eines Hormons, welches wir mithilfe der UVB-Strahlung des Sonnenlichtes selbst in unserer Haut herstellen können. Dieses Sonnenhormon wird nicht nur im Knochen sondern von allen Organen benötigt.

Vitamin D-Mangel – weltweit

Die Versorgungslage der Bevölkerung ist wesentlich schlechter als in früheren Jahren angenommen.  Als entscheidender Risikofaktor ist ausser dem Wohnort der moderne Lebensstil der Menschen. Die Folge ist eine unzureichende Exposition der Haut mit UV-Strahlung und damit die fehlende Bildung von ausreichend Vitamin D. 

Ältere Menschen sind vermehrt betroffen, vor allem, wenn sie in Heimen leben.

Sonnenschutzcreme mit Faktor 8 hemmt die Vitamin D Bildung in der Haut um 95%, Sonnenschutzfaktor 15 um 99%.

In Deutschland und anderen Ländern Europas sind 60-70% der Bevölkerung zumindest im Winter mangelversorgt.

Wie bekomme ich genügend Vitamin D ?

mit der Nahrung, mit der Urkraft der Sonne, mit Hilfe künstlicher Sonnen (Solarium) und mit Hilfe von künstlich hergestelltem Vitamin D.

Nahrung:

Lebertran    1.280 IE
Lachs             624 IE
Sardine          440 IE
Tunfisch        236  IE
Eier               52 IE
Rinderleber    46 IE

Wollen wir damit jedoch unseren täglichen Bedarf decken, müssten wir regelmäßig täglich 2 bis 3 Portionen davon essen!

Sonne:

Die eigentliche Quelle für das Sonnenhormon ist und bleibt unsere Haut.

Dabei ist es der Haut zunächst gleichgültig, ob diese UV-Bestrahlung von der Sonne oder aus einer künstlichen Quelle stammt. Wichtiger ist, dass wir regelmäßig eine genügend große Hautfläche ausreichend lange bestrahlen.

Als Daumenregel wird meist empfohlen 3-4 x pro Woche, möglichst in der Mittagszeit das Gesicht, die Hände und die Arme für etwa 15 Minuten der Sonne auszusetzen, wenn sie denn scheint!  Zwischen November und März ist die Sonne in unseren Breiten ohnehin zu schwach, um Vitamin D in der Haut zu bilden.

Mit Solarien ist das so eine Sache.  Sind die Geräte gewartet ? Sind es Geräte der neuesten Generation mit entsprechenden Sicherheitsstandards?   Häufige  Besuche trocknen die Haut aus, Falten zeigen sich schnell…

Künstlich hergestelltes Vitamin D:

Hier gibt es in den Apotheken entsprechende Präparate, die sich allerdings in der Höhe des Vitamin D Gehaltes unterscheiden und vorallem  in verschiedenen Zustatzstoffen, wie Kalzium oder sogar Fluor. Vom Letzteren wird abgeraten, weil Fluor nicht in den menschlichen Körper gehört. Auch Kalziumzusätze werden kritisch betrachtet, weil diese Kombinationspräparate in relativ niedriger Dosierung zu bekommen sind. Um damit genügend  Vitamin D zu bekommen, müsste man das niedrig dosierte Kombinationspräparat mehrmals täglich einnehmen und bekäme damit zu viel Kalzium ab, was dem Körper dann sogar schaden könnte…           

Dosierungsempfehlung Vitamin D, jedoch immer nur als Anhalt.                        

Für den Einzelfall entscheidet der erreichte Vitamin D Spiegel im Blut !

  • Erwachsene (Sommer)               1000 IE/Tag
  • Erwachsene (Winter)                  2000 IE/Tag
  • Kinder (USA-Daten)                    1000 IE/12kg KG/Tag
  • Kleinkinder                                 400-600 IE/Tag
  • Schwangere (USA-Daten)           4000 IE/Tag

Eine individuelle Beratung durch einen erfahrenen Therapeuten ist dabei sinnvoll.

Wieviel Vitamin D benötigt der Körper?

Zur regelrechten Versorgung der Körperzellen sind Vitamin D Spiegel von 32 – 100 ng/ml im Blut angezeigt. Dies ist deutlich mehr als bis vor kurzem angenommen und von zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften immer noch empfohlen.

Unterhalb von 32 ng/ml beginnt bereits der Mangelbereich, der mittel- bis langfristig chronische Krankheiten fördern kann.

Vitamin D Spiegel im Blut und ihre Beurteilung (angegeben in ng/ml)

  • <20           absoluter Mangel
  • 20-32       relativer Mangel
  • 32-100       regelrechte Versorgung
  • 54-90       normal in Sonnenländern
  • >100        Übermaß
  • >150        Intoxikation

Gemessen an den positiven Effekten sind die Risiken einer gesteigerten externen Vitamin D Zufuhr für den Körper minimal bzw. bei korrekter Vorgehensweise überhaupt fraglich.

Bei einer Sonnenexposition der gesamten Körperhaut am Mittag werden bis zu 20.000 Einheiten Vitamin D gebildet. Dazu genügen je nach Hauttyp und Empfindlichkeit 15-20 Minuten ohne Ausbildung einer Hautrötung.

Die Zufuhr von bis zu 10.000 Einheiten von künstlichem Vitamin D täglich und über Monate führt nicht zu Nebenwirkungen im Sinne einer Beeinträchtigung des Calciumspiegels im Blut.

Sinnvoll ist es, 2 x im Jahr seine Vitamin D Vorräte im Körper messen zu lassen (Frühjahr und Herbst) mittels einer Blutprobe.

Diese Blutuntersuchung ist einfach und preisgünstig,  kostet ca. 30 €, die in der Regel von den Krankenkassen nicht übernommen werden, da es sich um eine Vorsorgemaßnahme handelt.

Vitamin D – der Schlüssel zu Prävention

  • senkt den Blutdruck
  • moduliert das angeborene und erworbene Immunsystem
  • schützt vor diversen Nervenerkrankungen
  • reduziert das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen
  • bremst die Krebsentwicklung
  • reduziert das Risiko für Diabetes
  • kräftigt die Muskulatur und verzögert die Pflegebedürftigkeit

Dies ist nur ein Auszug aus einer Liste von Eigenschaften, die in wissenschaftlichen Untersuchungen für Vitamin D beschrieben werden.

Ungeachtet dieser umfangreichen positiven Eigenschaften des Sonnenhormons ist es wichtig, nicht andere, ebenfalls wichtige Faktoren für die Gesundheit aus den Augen zu verlieren.

Chronische Krankheiten entstehen in der Regel als Folge von Defiziten in unserem nicht mehr artgerechten Lebensstil.

Dazu gehört die unzureichende körperliche Aktivität genauso wie das Fehlen von ausreichender Mikronährstoffe und Mineralien in der Nahrung.

Leidet der Körper gleichzeitig an mehreren Mangelsituationen, erhöht sich das Risiko erheblich, eine chronische Erkrankung zu entwickeln.

90% der Bevölkerung sterben an oder mit einer chronischen Erkrankung meist im Krankenhaus oder Altenheim anstatt an Altersschwäche im eigenen Bett.

Jeder ist aufgefordert, dazu beizutragen, dass sich hier etwas ändert!

 

 

 

   Auszüge aus  einem Artikel von Prof. Dr. med. Spitz

http://mip-spitz.de/

in der Zeitschift

OM & Ernährung Nr. 137

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